Museums- und Ausstellungsevaluation: Intention-Tracking für repräsentative Ergebnisse
Klassische Messmethoden setzen bei Demografie und Besuchsverhalten der Museumsbesucher an. Zwangsläufig werden unterschiedliche Zufriedenheiten mit dem Museum und der Ausstellung auf Unterschiede der Museumsbesucher hinsichtlich Geschlecht/ Alter/ Ausbildung sowie dem Besuchsverhalten zurückgeführt.
Da die Demografie der Museumsbesucher sehr stark von Tageszeiten/ Wochentagen/ Jahreszeiten und Ferienzeiten sowie inhaltlich vom Interesse an der Dauerausstellung, Sonderausstellung / sonstiger Museumsangebote sowie lediglich der Besuch des Museumsshops/ -cafés abhängt, sind valide, repräsentative Messergebnisse nur über einen längeren Messzeitraum und eine größere Zahl von Besucherinterviews zu erlangen.
Zur Sicherstellung der Befragungsökonomie und dem Wunsch des Kunden nach möglichst schnell verfügbaren repräsentativen Ergebnissen bei gleichzeitig geringen Marktforschungskosten, hat M&P Consulting das Intention-Tracking entwickelt und die Methode in mehreren Projekten erfolgreich getestet.
Intention Tracking: Idee
Unser Ansatz geht von der Intention, d.h. von der Erwartungshaltung aus mit der ein Besucher das Museum beziehungsweise eine Ausstellung betritt sowie des Gefühls während des Ausstellungsbesuchs. Die Erfüllung dieser Erwartungshaltung und sein Eindruck/Gefühl während des Museumsbesuches haben eine entscheidende Bedeutung für die aktuelle Zufriedenheit und den bleibenden Eindruck des Museums, der Auswirkungen auf Wiederbesuch bzw. Weiterempfehlung des Museums hat.
Intention Tracking: Vorteile
Auf Basis dieses Ansatzes lässt sich die Besucherschaft in Gruppen mit gleichartigen Erwartungshaltungen und Einstellungen während des Museumsbesuchs trennen. Diese Gruppen sind deutlich stabiler und führen zu vergleichbaren Ergebnissen zwischen unterschiedlichen Museen oder unterschiedlichen Messzeitpunkten mit stark differierender Besucherdemografie. Gleichzeitig führt dieser Ansatz auch zu repräsentativen, validen Messergebnissen schon mit kleinen Stichprobengrößen, und ist stabiler gegenüber den Zeitpunkten der Messung. Er ist daher für schnelle und kostengünstige Museums- und Ausstellungsevaluationen geeignet, ermöglicht Benchmarking-Vergleiche mit anderen Museen und ist in besonderem Maße für jährich wiederholende Messungen und Trackings geeignet.